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Dschinns

In dem Roman von Fatma Aydemir geht es um die Gastarbeiterfamilie Yilmaz, beziehungsweise, um deren einzelnen Familienmitglieder. Die Mutter und die vier Kinder finden nach dem Tod des Vaters Hüseyin wieder in der Türkei zusammen. Durch dieses tragische Erlebnis werden alte Wunden aufgerissen und die einzelnen Figuren hinterfragen ihre Herkunft/Identität und die Beziehung zu ihrem Vater — zu Deutschland und ihre eigenen Idealen. Gleichzeitig widmet sich  die Autorin den verschiedenen Persönlichkeiten jedes einzelnen Kindes und schenkt so einen vielschichtigen Erzählstrang. Schuldzuweisungen werden zwischen den Seiten ausgesprochen, während insgeheim die Charaktere nach Vergebung bitten möchten. Dies wird den Leser:innen durch verschiedene Ausschnitte aus früheren Lebensphasen dargestellt. Die Geschichte fängt aus der Sicht des Vaters Hüseyin an, der seine letzten Gedanken mitteilt und sofort einen sehr emotionsgeladenen und nachdenklichen Einstieg bietet. Dieser zieht sich aber auch im ganzen Verlauf des Buches durch. Jedes Familienmitglied lässt den Leser:innen tief in ihre Seele blicken und hinterlässt eine mächtige, so wie eine faszinierende Darstellung, welche bis zum Schluss nicht ihre Wirkung verliert.

 

Gelesen von Agnes Ouertani

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