Der Lärm der Zeit
Über Julian Barnes neuesten Roman "Der Lärm der Zeit" ist bereits in vielen Feuilletons Begeistertes zu lesen gewesen... Dennoch mein Eindruck in aller Kürze: auch mich hat diese Innenansicht in das Gefühlsleben des Komponisten Dmitri Schostakowitsch tief beeindruckt, berührt und einiges, oberflächliches Wissen gründlich zurecht gerückt. Schostakowitsch kommt dem Leser/der Leserin sehr nah in allem Zwiespalt seines Empfindens und Verhaltens. Julian Barnes erzählt in drei klar aufgeteilten Kapiten (je 70 Seiten, die jeweils 12 Jahre Schostakowitschs Leben umfassen) ab 1936 die Lebensgeschichte des Komponisten. Die politischen Verhältnisse in der Sowjetunion bzw. die Machthaber, die auf Dmitri Schostakowitsch in unterschiedlicher Weise einwirken, werden sehr anschaulich dargestellt. Und so gewinnt der Leser/die Leserin nach und nach ein immer intensiveres Gespür dafür, was es heißt als Künster geächtet, benutzt und immer beobachtet zu werden.
Für Sie gelesen von Anke Birk