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Buchtipps

Rechter Terror, Judenhass, Nationalismus - Leider sind nicht nur diese Schlagworte Alltag geworden in einer sich wandelnden Gesellschaft, in der es häufig wieder rauer und feindseliger zugeht.

Haben Sie schon vom Donnerstagsmordclub gehört? Wenn ja, muss ich nicht mehr viel erzählen, außer dass es einen neuen Band gibt! Wenn nein, tja! Dann lassen Sie sich erzählen, dass ich selten eine so spannende Rentnergruppe erleben durfte, die nur zum Zeitvertreib kleine Ermittlungen aufnimmt, alte Polizeiakten wälzt und Fälle neu löst. Und lassen Sie sich dann noch erzählen, dass mir der zweite Fall um die rüstigen Herrschaften noch viel besser gefallen hat als der Erste. (Man kann locker mit dem zweiten Teil auch einsteigen, ohne den ersten vorher gelesen zu haben)

Nachem Sara Nowak im packenden ersten Band einen Teil des Spionage- Netzwerks der Stasi in Schweden aufgedeckt und den Spion mit dem Decknamen "Geiger" enttarnt hat, wurde sie nach ihrer Genesung, vorerst in eine andere Abteilung versetzt. Noch immer durch Brandwunden von ihrem Einsatz gegen das Netztwerk und den Extremist Abu Rasil gezeichnet, bekommt Sara und ihre Abteilung es mit einem bizarren Mordfall zu tun, während das geheime Netzwerk unaufhaltsam seinen tödlichen Feldzug im verborgenen weiter führt, um seine Identität um jeden Preis geheim zu halten.

Wir schreiben das Jahr 1986 in Providence, Rhode Island. Es herrscht Frieden in den Straßen von Dogtown, in denen Danny und sein bester Freund Pat gemeinsam mit ihrer irischen Mafia- Gang die Geschäfte bestimmen und kontrollieren. Raub und Schutzgelderpressungen gehören zum Tagesgeschäft der gefürchteten Jungs, welches in friedlicher Koexistenz mit der einflussreichen italienischen Mafia- Familie Moretti abläuft.

Was für ein großartiges Buch! Zwei spannende Geschichten in einem Roman.

Als der eigenwillige, introvertierte aber äußerst ehrgeizige Ermittler Ronan Prad von der Gendarmerie Maritime in Penec an die raue, nordbretonische Küste gerufen wird, deutet alles auf einen routinemäßigen Einsatz. Am Strand wurden zwei Leichen angeschwemmt, deren Identitäten auf Flüchtlinge aus dem berühmten Lager bei Calais schließen lassen. Die parallel ablaufende Suche nach einem einheimischen Fischer, mit der Ronan und sein Kollege Loig ebenfalls betraut sind, erhält neue Brisanz, als ein gesunkenes Schiff geortet wird.

In dem Roman von Fatma Aydemir geht es um die Gastarbeiterfamilie Yilmaz, beziehungsweise, um deren einzelnen Familienmitglieder. Die Mutter und die vier Kinder finden nach dem Tod des Vaters Hüseyin wieder in der Türkei zusammen. Durch dieses tragische Erlebnis werden alte Wunden aufgerissen und die einzelnen Figuren hinterfragen ihre Herkunft/Identität und die Beziehung zu ihrem Vater — zu Deutschland und ihre eigenen Idealen. Gleichzeitig widmet sich  die Autorin den verschiedenen Persönlichkeiten jedes einzelnen Kindes und schenkt so einen vielschichtigen Erzählstrang.

Es soll der langersehnte, notwendige Neuanfang  in einer neuen Stadt für Erik Lange werden, als er beschließt, die kleine Buchhandlung am Marktplatz in Neukirchen zu übernehmen. Ein einschneidendes Ereignis aus der Vergangenheit zwingt ihn, neu anzufangen, seine Heimat und Familie hinter sich zu lassen. Schnell ist Erik unter den Leuten bekannt, engagiert sich in örtlichen Vereinen und trifft sich abends mit seinen neuen Freunden.

Das Seeblickcamping "Am roten Strand" ist für viele der perfekte idyllische Urlaubsort, für manche jedoch ist es schier die Hölle auf Erden.   Es ist auch der Ort, an dem die Ermittler Ben Neven und Christian Sandner einen entführten Jungen aus den Klauen eines Pädophilenrings befreit haben und einen möglichen Drahtzieher in Haft nehmen konnten. Auch wenn Herr Landmann, rund um die Geschehnisse in seinem Wohnwagen, beharrlich schweigt, offenbaren die laufenden Ermittlungen, Verbrechen schier unvorstellbaren Ausmaßes.

Was für ein Buch! Gleich die erste Seite hat mich völlig reingesogen in diese Geschichte, denn: Wir begegnen einem übermenschlich großen Bären auf einem alten Bauernhof, und ihm gegenüber steht bloß ein junger Bub mit seiner Armbrust. Kann er viel ausrichten? Eher nein, stattdessen entflieht der Bär sogar in die hohen Berge und Wilhelm und Walter Tell ihm hinterher… leider erfolglos. Der Bär ist vom Berg verschluckt und erstmal nicht mehr zu sehen.