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Buchtipps

Die Kapitänin, Protagonistin in diesem Roman, erlaubt ihrer Crew in einem kurzen, schwachen Moment ihrerseits das Baden auf hoher See. Das ist im Allgemeinen nichts Ungewöhnliches - ein Bad nehmen auf See bzw. im Meer. Ungewöhnlich wird es allerdings, wenn die Crew eines Frachtschiffes das Bad nehmen will, da diese eigentlich immer unter Zeitdruck steht. Ware muss schnellstmöglich von Küste zu Küste transportiert werden. Außerdem stellt das Schwimmen auf hoher See eine extrem andere Herausforderung dar, als das Schwimmen an teilweise seichten Küsten.

Was für eine herrlich schräge Gaunerkomödie war das denn! Aber der Reihe nach. Guillaume Lipaire, álias Wilhelm Liebherr genießt als deutscher Auswanderer im malerischen Küstenort Port Grimaud am Mittelmeer ein unbeschwertes Dasein. Neben dem Job als Hausmeister mehrerer luxuriöser Ferienhäuser im Ort, ergaunert sich der ergraute Möchtegern-Playboy hier und da ein Zusatzeinkommen bei ahnungslosen Touristen und sichert sich lukrative Zusatzeinkünfte durch die inoffizielle Untervermietung der ihm anvertrauten Immobilien.

In „Kleine Dinge wie diese“ widmet sich die Autorin einer der wohl dunkelsten und grausamsten Verbrechen der katholischen Kirche in Irland: die Magdalenen-Wäschereien.

Emma fährt jedes Jahr im Dezember nach Hause, um dort die Advents- und Weihnachtszeit zu verbringen. Doch die geliebte Mutter ist gestorben. Allein mit dem Hund der Mutter und ihrer Traurigkeit muss sie nun überlegen, wie es weitergeht. Mit Cooper, dem Hund, der täglich seine Spaziergänge einfordert, nimmt Emmas Leben schließlich eine erstaunliche, positive Wende. Und nun wird die Geschichte spannend und richtig schön. Ich war begeistert.

Der Roman erzählt die Geschichte einer Kindheit im Hunsrück in den 1980er Jahren. Ein Thema beherrscht und belastet das Familienleben aufs Äußerste - das Übergewicht der Mutter. Auch wenn diese Mutter schön und positiv eigenwillig erscheint und für Ela, die Tochter, und ihre kleine Schwester wunderbar sorgt, macht der Vater diese Frau und ihre Körperfülle verantwortlich für alles was in seinem Leben schiefläuft.   Die Autorin hat mit ihrem autobiografisch geprägten Text eine liebevolle Erinnerung an und für ihre Mutter zu deren Lebzeiten niedergeschrieben.

Wer Sven Plöger am 7.11.2022 in der Gebläsehalle in Neunkirchen erlebt hat schätzt seine Qualität als Meteorologe aber auch sein Unterhaltungstalent. Nach seinem Bestseller „Zieht euch warm an, es wird heiß!“ ist jetzt sein neues Buch: „Die Alpen und wie sie unser Wetter beeinflussen“ erschienen.

Kay Oleander hatte sicherlich anderes vor mit seinem weiteren Leben, als dieser eine Moment, indem ihn eine geworfene Bierflasche am Kopf trifft und entstellt, seine Zukunft unwiederruflich verändern wird. All dies geschieht auf einer rechtspopulistischen Demo, auf der der ehrgeizige Polizist zur Überwachung eingesetzt ist. Vom Dienst freigestellt schleppt sich Kay durch triste Tage voller Selbstzweifel und Antriebslosigkeit.

Was für ein grandioser Kriminalroman, spielend an der herbstlich stürmischen Küste von Tasmanien. Zwölf Jahre sind vergangen, seit bei einem Sturm an der Küste des kleinen Ortes Evelyn Bay nicht nur zwei junge Menschen ihr Leben ließen, sondern auch die junge Gabby in den Klauen des Unwetters bis heute verschwand. Kieran, dessen Bruder eines der Opfer war, gilt in der kleinen Bevölkerung bis heute als schuldig und Verursacher des Unglücks.

Wir schreiben das Jahr 1929 als der majestätische Ozeandampfer Champollion den Hafen von Marseille in Richtung Orient verlässt. Eine atemberaubende Reise durch den Suez-Kanal, vorbei an Kairo und den Pyramiden von Gizeh führt die Reise von Marseille nach Maskat im Oman. Zu den Passagieren zählen sich ebenso Personen des gut situierten Bügertums, wie mysteriöse Gestalten aus verruchten Milieus. Neben der erfolgreichen Hamburger Kaufmannsfamilie Rosterg und deren intriganten Prokuristen Berthold Lüttgen,

„Am 24. Dezember ist nicht nur der Heiligabend, sondern auch der Geburtstag der Kaiserin. Alles an ihr ist besonders, sogar der Tag ihrer Geburt. Und Sonntag war auch noch.“ (Zitat aus dem Roman)