Die Schatten von Cambridge

Dieser historische Kriminalroman entführt uns nach Cambridge im Jahre 1940, schildert eindringlich die politische und gesellschaftliche Stimmung dieser Zeit und liefert absolut packende, atmosphärische, düstere und fesselnde Unterhaltung.
Eine Serie, die auf alle Fälle mehr Aufmerksamkeit verdient!

Düster und verschneit ist sie, die Neujahrsnacht 1940 in Cambridge. Der an Insomnie leidende Kommissar Eden Brooke, fühlt sich genau deshalb in der geheimnisvollen Dunkelheit am wohlsten.
"Brooke setzte seinen Gang durch eine Welt fort, die ihm wohlvertraut war: die Stadt bei Nacht, ein Labyrinth aus Steinen und verborgenen Orten, ein ganz persönliches Königreich."
In eben dieser Nacht wird Brooke an den Fluss gerufen, nachdem dort ein leblos treibendes Kind entdeckt wurde. Die fieberhafte Suche, auch nach der Identität, gestaltet sich als schwierig.
Damit nicht genug wird die Stimmung in der Stadt zusätzlich durch ein Bombenattentat auf einen Sendemast der Newton Fabrik angeregt.
Aufgrund des schwelenden irisch - englischen Konflikts könnte es sich um eine geplante Aktion der IRA handeln.
Dass zudem Vorbereitungen für den nahenden Besuch Prinz Henrys getroffen werden müssen, versetzt die Leiterin des Spinning House Carnegie-Brown in Alarmbereitschaft und stuft die Priorität des Vermissten herunter.
Doch unbeirrt ermittelt der ehrgeizige Eden Brooke gemeinsam mit Kollege Edison im Umfeld der ominösen St.Alban's Church, welche in dieser turbulenten Zeit unzähligen evakuierten und geflüchteten Kindern Zuflucht gewährt, weiter.
Der Hinweis auf die irisch-katholische Identität des Jungen liefert schließlich der verantwortliche zwielichtige Pater Ward. Die Herkunft des Jungen legt die Vermutung nahe, dass beide Fälle womöglich in Verbindung stehen...

Auf Basis hervorragend recherchierter Fakten und einer faszinierend bildhaften Sprache liefert Jim Kelly einen herausragenden atmosphärisch düsteren Krimi ab!

Info: Hier handelt es sich um Eden Brooks zweiten Fall, welcher aber gut unabhängig gelesen werden kann.