Eisjagd
Die Krimis von Madita Winter muss man einfach lieben.
Mit "Eisjagd" ist nach "Mordlichter" gerade der zweite Band um die sympathische, ehrgeizige Ermittlerin Anelie Anderson im
Rütten und Loening Verlag erschienen.
Wieder einmal hat mich die Autorin mit ihrem atmosphärisch stimmungsvollen Kriminalroman nach Lappland, nahe dem Polarkreis entführt.
Schnee, klirrende Kälte und Abgeschiedenheit sind eindringlich spürbar. Neben einem bis zum Schluss spannenden Kriminalfall erfahren wir ganz nebenbei sehr authentisch einmalige Infos über die einzigartige Landschaft Lapplands und dem dort lebenden indigenen Volk der Sami. Uralte Lebensweisen und Traditionen stehen hier leider vielen schwelenden politischen Konflikten gegenüber.
Zum Fall: Es ist der Tag des alljährlich größten Skilanglaufrennens in der Region. Unzählige Touristen sind angereist, die Vorfreude wie immer ungebrochen. Nach dem Start sinkt auch die Anspannung bei den vielen Teilnehmern. Das Rennen hält was es versprochen hat, bis der Favorit der Amateure Stig Eriksson plötzlich leblos auf der Strecke zusammenbricht.
Was zunächst nach einem Unfall aussieht, entpuppt sich nach Anelies anfänglichen Ermittlungen schnell als geplanter heimtückischer Mord. Doch wer könnte dem mysteriösen Millionär so etwas antun wollen?
Gemeinsam mit ihrem kleinen charmanten Team, bestehend aus Sigge und dem eigentlich pensionierten Arne, ermittelt Anelie im Umfeld des Ermordeten. Bis auf die etwas ominöse deutsche Lebensgefährtin Dana, lässt sich nichts verdächtiges finden. Je tiefer die drei graben, desto mehr Ungereimtheiten und Geheimnisse fördern sie jedoch zutage. Stets den Druck der unsympathischen Polizeichefin aus Lulea im Nacken...
Eisjagd ist ein klassischer "Who done it - Krimi" mit immer neuen Wendungen, authentischen Figuren, die mir schon ans Herz gewachsen sind, tollen Landschaftsbeschreibungen und gerade deshalb sehr empfehlenswert!
Gelesen von Maurice Prümm