Wenn Worte töten
Das neue Buch von Anthony Horowitz bietet wieder einmal beste Krimi- Unterhaltung .
Charmant, klug, wortgewandt und originell kommt hier sicherlich nicht nur jeder Fan des traditionellen englischen Whodonit auf seine Kosten. Sherlock und Watson sind zurück und das in Gestalt von Privatermittler Daniel Hawthorne und dem Autor des Buches Horowitz höchst selbst. Richtig, denn in dieser geistreichen Geschichte nimmt der Verfasser die Rolle des Ich- Erzähler ein und wird so zum Assistenten. Ermittlung in einem Mordfall!? Eigentlich sollte alles ganz anders kommen.
Horowitz wird von seinem Verlag für ein Literaturfestival auf der Insel Alderney angemeldet, zu dem auch die Hauptfigur des Buches, Ex- Scotland Yard Ermittler Daniel Hawthorne mitkommen soll, um den neuen Krimi "Ein perfider Plan" zu präsentieren. Die perfekte Publicity also.
Die anderen Teilnehmer, aus den versch. Genres der Szene, verhalten sich teils überheblich,verschlossen, gar mysteriös. Auch der ominöse Sponsor der Veranstaltung Charles le Mesurier gibt sich zwielichtig.
Ausgerechnet dieser wird am Morgen nach dem ersten Abend tot aufgefunden.
Zuvor hatte er alle Teilnehmenden zu einer prächtigen Feier in seine Villa eingeladen. Warum musste der Mäzen sterben? Ist der Täter gar unter den Schriftstellern zu finden? Oder liegt das Motiv beim Bau der viel umstrittenen Stromtrasse, die einen Keil zwischen die Anwohner treibt? Das ungleiche Paar Hawthorne und Horowitz ermittelt zwischen Literaturbetrieb und wortkargen Anwohnern auf der malerischen Kanalinsel.
Gelesen von MAurice Prümm