Der Gärtner von Wimbledon

„Es heißt nicht umsonst englischer Rasen. Kein anderes Land der Welt macht so ein Getue um das perfekte Grün, auch wenn es vor den endlosen Londoner Reihenhäusern oft nur einige wenige Quadratmeter misst. Akkurat geschnitten muss der Rasen sein und polsterweich, grün leuchten soll er, jeder Halm in Reih und Glied stehen wie die Queen’s Guard. In England ist der Rasen die Visitenkarte eines jeden Hauses.“
So viel also zum englischen Rasen bzw. der britischen Gartenliebe. Davon gibt es noch viel mehr in diesem Buch von Jane Crilly. Herrlich britisch, mit ein bisschen Humor und locker leicht erzählt, nimmt uns die Autorin mit ins Jahr 1938. Rose Blake ist die Tochter eines besseren Hauses und Henry Evans der Sohn des Gärtners ebendort. Es passiert das, was nicht passieren darf: Die beiden verlieben sich ineinander und nicht nur das, beide entwickeln eine Leidenschaft für den Tennissport, die sie allerdings nicht wie ersehnt ausleben können. Rose nicht, weil sie eine junge Frau ist, für die es sich in der damaligen Zeit nicht gehört, diesen Sport professionell auszuüben. Henry nicht, weil es seinem gesellschaftlichen Stand nicht entspricht und er lediglich der Balljunge sein darf. Eine wunderbare Geschichte gerade für diese Zeiten!

Für Sie gelesen von Katja Rohles