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02.02.2023
Deutsch
304 S.
3 x 22 x 14.5 cm
Verlag Klaus Wagenbach GmbH
Jörg Englbrecht
vertrieb@wagenbach.de
Emser Str. 40/41
DE 10719 Berlin
Unser Tipp für Sie
Wie in den beiden Vorgängerromanen „Ich nannte ihn Krawatte“ und „Herr Kato spielt Familie“ spielt „Oben Erde. Unten Himmel“ in Japan. Die Autorin ist Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters und lebt in Wien. Wiederum wie in den Vorgängergeschichten beschäftigt sich Milena Michiko Flasar mit einem besonderen Phänomen in der Gesellschaft. Dieses Mal ist es „Kodokushi“: Kodokushi bezeichnet das Versterben von zumeist vereinsamten Personen, bei denen das Ableben längere Zeit unbemerkt bleibt. Der Leichnam des Verstorbenen bleibt dabei oft für Monate oder Jahre unentdeckt, ebenso wird die Person nicht vermisst. (Wikipedia) Eine der Hauptpersonen in Flasars neuem Roman ist die junge Suzu, die sich selbst als „alleinstehend mit Hamster“ beschreibt. Sie ist gerade gefeuert worden und auf der Suche nach einer neuen Stelle. Diese, und noch so viel mehr, findet sie beim Putztrupp von Herrn Sakai, der sich auf das Säubern von Kodokushi-Wohnungen spezialisiert hat. Suzu findet auf ihrer neuen Arbeit in gewisser Weise ihr eigenes Leben. Sie lernt sich und die Menschen um sie herum kennen, wertzuschätzen und geht das Wagnis ein, zwischenmenschliche Beziehungen zuzulassen. Im neuen Leben von Suzu tauchen einige skurrile Charakter auf, auch in ihrem Kollegenkreis, die die Autorin uns mit sehr viel subtilem Humor und sprödem Charme ans Herz wachsen lässt. Eine sympathische, hoffnungsvolle, sehr lebensfrohe Geschichte!
Gelesen von Anke Birk