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ISBN/EAN: 978-3-8031-3353-3
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
3 x 22 x 14.5 cm

Hersteller:
Verlag Klaus Wagenbach GmbH
Jörg Englbrecht
vertrieb@wagenbach.de
Emser Str. 40/41
DE 10719 Berlin


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26,00 €

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Unser Tipp für Sie

Wie in den beiden Vorgängerromanen „Ich nannte ihn Krawatte“ und „Herr Kato spielt Familie“ spielt „Oben Erde. Unten Himmel“ in Japan. Die Autorin ist Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters und lebt in Wien. Wiederum wie in den Vorgängergeschichten beschäftigt sich Milena Michiko Flasar mit einem besonderen Phänomen in der Gesellschaft. Dieses Mal ist es „Kodokushi“: Kodokushi bezeichnet das Versterben von zumeist vereinsamten Personen, bei denen das Ableben längere Zeit unbemerkt bleibt. Der Leichnam des Verstorbenen bleibt dabei oft für Monate oder Jahre unentdeckt, ebenso wird die Person nicht vermisst. (Wikipedia) Eine der Hauptpersonen in Flasars neuem Roman ist die junge Suzu, die sich selbst als „alleinstehend mit Hamster“ beschreibt. Sie ist gerade gefeuert worden und auf der Suche nach einer neuen Stelle. Diese, und noch so viel mehr, findet sie beim Putztrupp von Herrn Sakai, der sich auf das Säubern von Kodokushi-Wohnungen spezialisiert hat. Suzu findet auf ihrer neuen Arbeit in gewisser Weise ihr eigenes Leben. Sie lernt sich und die Menschen um sie herum kennen, wertzuschätzen und geht das Wagnis ein, zwischenmenschliche Beziehungen zuzulassen. Im neuen Leben von Suzu tauchen einige skurrile Charakter auf, auch in ihrem Kollegenkreis, die die Autorin uns mit sehr viel subtilem Humor und sprödem Charme ans Herz wachsen lässt. Eine sympathische, hoffnungsvolle, sehr lebensfrohe Geschichte!

 

Gelesen von Anke Birk

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Beschreibung

Herr Ono ist unbemerkt verstorben. Allein. Es gibt viele wie ihn, immer mehr. Erst wenn es wärmer wird, rufen die Nachbarn die Polizei. Und dann Herrn Sakai mit dem Putztrupp, zu dem Suzu nun gehört. Sie sind spezialisiert auf solche Kodokushi-Fälle. 'Fräulein Suzu', wie der Chef sie nennt, fügt sich widerstrebend in die neuen Aufgaben. Es braucht dafür viel Geduld, Ehrfurcht und Sorgfalt, außerdem einen robusten Magen. Die Städte wachsen, zugleich entfernt man sich voneinander, und häufig verschwimmt die Grenze zwischen Desinteresse und Diskretion. Suzu lernt schnell. Und sie lernt schnell Menschen kennen. Tote wie Lebendige, mit ganz unterschiedlichen Daseinswegen. Sie sieht Fassaden bröckeln und ihre eigene porös werden. Und obwohl ihr Goldhamster sich neuerdings vor ihr versteckt, ist sie mit einem Mal viel weniger allein. Milena Michiko Flasar hat eine frische, oft heitere Sprache für ein großes Thema unserer Zeit gefunden. Und sie hat liebenswert verschusselte Figuren erschaffen, die man gern begleitet. Ein unvergesslicher, hellwacher Roman über die letzten Dinge.

Über Milena Michiko Flasar

Milena Michiko Flasar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihre Romane 'Ich nannte ihn Krawatte' und 'Herr Kato spielt Familie' wurden mehrfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Wien.